Kieferchirurgie Forschung

Um Ihnen in Zukunft eine noch bessere Behandlung bieten zu können, arbeiten wir in unserer Praxis stets daran, unsere Ärzte und die Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie als Disziplin fachlich voranzubringen

Implantate

Zahnimplantate sind künstliche Zahnwurzeln. Ein Zahnimplantat übernimmt die gleiche Funktion wie die eigene Zahnwurzel, da es direkt mit dem Knochen verwächst. Implantate tragen Zahnersatz: z.B. Brücken, Einzelkronen oder herausnehmbaren Zahnersatz (Prothesen).

Soziale Projekte

Die MKG Praxisklinik bemüht sich neben ihrer ärztlichen und wissenschaftlichen Tätigkeit auch um soziale und humanitäre Projekte. Details dazu finden Sie unter Wissenschaft und Forschung.

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Forschungsschwerpunkte der Praxis

Liebe Patienten,

um Ihnen in Zukunft eine noch bessere Behandlung bieten zu können, arbeiten wir in unserer Praxis stets daran, unsere Ärzte und die Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie als Disziplin fachlich voranzubringen. Daher betätigen wir uns auch aktiv forschend, unter anderem in den folgenden Gebieten:

Dysgnathie

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Dysgnathie/Kieferchirurgische Platte Medicon

Es wurde eine Oberkiefervorverlagerungsplatte (Le-Fort-I-Prof-Nolte siehe Veröffentlichungen) mit der Firma Medicon Instrumente (http://www.medicon.de/index.php?id=68905&L=0 ) entwickelt, die es dem Operateur erlaubt, auf weniger Osteosyntheseplatten bei der Fixierung des Oberkiefers zurückzugreifen. Außerdem erlaubt die Fixierung des verlagerten Oberkiefers mit der entwickelten Platte, dass eine Entfernung des Osteosynthesematerials für den Patienten nicht mehr notwendig wird. Der Patient erspart sich somit den Zweiteingriff der Metallentfernung.

Dentales Trauma

Dentales Trauma

Leitlinie Dentales Trauma

Die Traumatologie des Gebisses im jugendlichen Alter stellt einen Behandlungsschwerpunkt unserer Praxisklinik dar. Professor Nolte erarbeitete als Koordinator für die Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG) und die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) mit zahlreichen Autoren anderer Fachgesellschaften die Erstellung einer Leitlinie zum Thema des dentalen Traumas im bleibenden Gebiss. Die S2K Leitlinie wurde nun verabschiedet.

Gustatorisches Schwitzen

Auch mit der Symptomatik des gustatorischen Schwitzens haben wir uns wissenschaftlich beschäftigt. In unseren Untersuchungen konnten wir dokumentieren, dass die Injektion von Botulinumtoxin in der von uns getesteten Dosierung das gustatorische Schwitzen für bis zu zwei Jahre blockieren kann. Mehr auch unter Botulinumtoxin (siehe Publikationsliste) (siehe http://www.zm-online.de/m5a.htm?/zm/11_03/pages2/titel1.htm, http://www.transpiration.de/?gclid=CMu4pfziu60CFQaGDgod91sECA )

Minimalinvasiver Knochenaufbau/HGSO

Ein weiterer Schwerpunkt dieser Praxisklinik liegt in der Weiterentwicklung von minimalinvasiven Techniken des Knochenaufbaus, um die Versorgung unserer Patienten möglichst schonend zu bewerkstelligen. Hierzu wurde von uns auf verschiedenen Fachtagungen eine neue Technik beschrieben, die eine Minimierung des Eingriffs bedeutet bei Maximierung der Erfolgsrate des Knochenaufbaus. Nähere Informationen dazu finden sie unter Knochenaufbau .

Zahntransplantation

Die Zahntransplantation ist ein an unserer Praxisklinik häufig durchgeführter Eingriff. Bedauerlicherweise ist die Kenntnis zu diesem Thema auch unter Kolleginnen und Kollegen nicht sehr verbreitet, was daher oftmals zu Verunsicherungen beim Patienten führt. Die autogene Zahntransplantation, die wir in eigenen Forschungsprojekten selbst intensiv untersuchen, hat ein hohes Potential zum Ersatz von Zähnen im jugendlichen und Erwachsenengebiss. Insbesondere bei jugendlichen Patienten können mit dieser Methode bei richtiger Indikationsstellung hervorragende Ergebnisse mit Erfolgsraten > 90% erzielt werden. Dabei ist das Zeitfenster, in dem der Patient vorstellig wird, ganz entscheidend.

So kann ein verloren gegangener oberer bleibender Schneidezahn bei einem Kind im Alter von 6 – 8 Jahren hervorragend durch die Transplantation von z.B. unteren Milcheckzähnen (Milchzahntransplantation) ersetzt werden. Zu diesem Zwecke wird ein noch vorhandener unterer Milcheckzahn an die Stelle eines verlorengegangenen oberen Frontzahns eingesetzt. Diese Methode hat zum Vorteil, dass die entstandene Zahnlücke des bleibenden oberen Schneidezahns sowohl ästhetisch als auch funktionell in geeigneter Weise mitentwickelt wird. Im Alter von 18 Jahren kann dann ohne die Notwendigkeit eines Knochenaufbaus eine Implantation an Ort und Stelle durchgeführt werden (siehe hierzu auch: PDF Autogene Zahntransplantation: Neue Perspektiven).

Der traumatische Zahnverlust beim 12-14 Jährigen hingegen kann mittels der sog. Prämolarentransplantation durch einen eigenen Zahn mit ausgezeichneten Heilungsraten von bis zu 100% ersetzt werden. In dieser Altersklasse wird anschließend durch die Kollegen der Kieferorthopädie die entstandene Zahnlücke des Spenderzahns ohne große Schwierigkeiten geschlossen. Der Vorteil dieser Methode ist, dass die Notwendigkeit späterer Implantate gänzlich entfällt. Somit kann auf fremdes Material in der Oberkieferfront vollständig verzichtet werden. Die Zahnkrone des Prämolars wird anschließend vom Zahnarzt in kunststoff-adhäsiver Technik aufgebaut, so dass hervorragende ästhetische Ergebnisse erzielt werden. Des Weiteren erhält man ein ausgezeichnetes knöchernes Wachstumsverhalten, welches ein enossales Implantat beim jugendlichen Patienten in dieser Weise bis heute noch nicht leisten kann.

Neben dieser soeben beschriebenen speziellen Indikation der Prämolarentransplantation kann auch im Alter von 14-18 Jahren die Molarentransplantation von Weisheitszähnen erfolgen. Bei dieser Indikation werden in der Regel durch Karies geschädigte Backenzähne (Molaren) durch gesunde kariesfreie Weisheitszähne ersetzt. Diese Methode stellt den Ursprung der Entwicklung der Zahntransplantation dar und wird weltweit, insbesondere in den skandinavischen und asiatischen Ländern, mit gutem Erfolg durchgeführt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Zahntransplantation im Milch-, Wechsel- und Erwachsenengebiss bei richtiger Indikation und unter Beachtung des entsprechenden Zeitfensters der zu transplantierenden Zähne mit ausgezeichneten Überlebensraten von deutlich über 80% durchgeführt werden kann.

Deswegen ist es von entscheidender Bedeutung, dass Sie in Rücksprache mit Ihrem Zahnarzt möglichst zeitnah einen Verlust gegangenen Zahn Ihres Kindes bzgl. der weiteren therapeutischen Planung besprechen, um die Möglichkeiten der Milch-, Prämolaren- und Molarentransplantation für den Erhalt der Zähne und des Kieferwachstums nutzen zu können.

Die Ergebnisse können Sie den folgenden wissenschaftlichen Arbeiten zur autogenen Zahntransplantation entnehmen:

Rötgenbild Kiefer direkt nach der OP

Direkt nach der OP

 

Rötgenbild Kiefer 4.5 Jahre nach der OP

4,5 Jahre nach der OP

Auf obigen Röntgenbildern sehen Sie eine bereits erfolgte Transplantation eines noch nicht vollständig ausgereiften unteren Weisheitszahnes an die Stelle eines anderen unteren Backenzahnes. Wie man auf den Bildern erkennen kann, zeigt der Zahn nach 4,5 Jahren eine vollständige Ausreifung der Wurzelspitzen, was den Erhalt der Vitalität bedeutet. Ein solcher Zahn kann vom Kieferorthopäden in die weitere kieferorthopädische Behandlung mit der Spange integriert werden.

 

Zahnbank

Unsere Praxis bietet auch die Möglichkeit an, im Falle eines Zahntraumas eigene Zähne einzulagern und bei Bedarf später wieder einzusetzen (replantieren). Hierzu kann bei jeder Zahnentfernung eines gesunden Zahns (z. B. Weisheitszahnentfernung oder Ausgleichsextraktion von Prämolaren oder anderen Zähnen) eine Einlagerung in unsere hauseigene Zahnbank erfolgen. Die Zähne werden bei -84 °C eingelagert und können zu einem späteren Zeitpunkt, etwa nach traumatischem Zahnverlust, wieder aufgetaut und replantiert werden.